In eigener Sache
Nüchtern betrachtet lässt sich der Verein recht schnell und einfach vorstellen:
PRO ALLRAD versteht sich als markenunabhängige
Interessenvertretung für die Besitzer von Geländewagen. Wobei sich die Vereinsarbeit ausschließlich auf die
entsprechenden Behörden und die Fahrzeug- bzw. Zubehörhersteller konzentriert.
Die eigentliche Idee die hinter dem Verein steht, lässt sich mit einer solchen Vorstellung natürlich nicht aufzeigen und vermitteln.
Wer aber die nun schon seit Jahren anhaltende Diskussion um die "Daseinsberechtigung" der Geländewagen mitverfolgt, wird
erkennen, dass wir als Fahrer und Besitzer dieser, in der Öffentlichkeit oftmals als "Umweltmonster" dargestellten Fahrzeugspezies,
keinerlei Lobby haben.
Die meist unsachlich geführten Diskussionen über "Sinn und Zweck" von Geländewagen ist dabei, zumindest objektiv betrachtet,
so überflüssig und mittlerweile so unerträglich, wie manch einer unserer "Volksvertreter" in Berlin.
Fakt ist, dass es definitiv kein Fahrzeugkonzept gibt, was vielseitiger und zweckmäßiger ist, als das des Geländewagens.
Der so oftmals angeführte Umweltaspekt der Geländewagengegner, also der höhere Kraftstoffverbrauch zum "normalen"
PKW, beruht einmal mehr auf einer absoluten "Milchmädchen- Rechnung". Durch den 2 - 3 Mal längeren Lebenszyklus steht ein
durchschnittlicher Geländewagen in seiner Energiebilanz wesentlich besser da, als z.B. ein VW Golf, der im Vergleich
entsprechend oft produziert und recycelt werden muss.
Nichtsdestotrotz ist der Geländewagen das auserkorene "Feindbild" unserer Politiker und gehört nach deren Meinung
schlichtweg abgeschafft.
Ansatzpunkt und bestes Beispiel dafür ist die Abschaffung der Gewichtsbesteuerung über den §23 Abs. 6a der StVZO.
Entgegen der Darstellung unserer "Volksvertreter" gehört der durchschnittliche Besitzer eines Geländewagens eben
nicht zu den sog. Besserverdienern, sondern zu den "normalsterblichen" Arbeitnehmern mit Durchschnittseinkommen.
Ein Wegfall der Gewichtsbesteuerung hätte zwangsläufig nicht nur zu Folge, dass der Unterhalt der meist hubraumstarken
Dieselfahrzeuge für viele Besitzer unbezahlbar wird, sondern auch, dass ein Verkauf des Fahrzeugs unmöglich oder aber
zum finanziellen Fiasko wird.
Es stellt sich doch die Frage, ob unsere "volksnahen" Politiker eine derart finanzielle Belastung des Bürgers nun
"nur" billigend in Kauf nehmen oder ihm durch ihr politisches Handeln bewusst schaden wollen.
Letzteres ist durchaus zu vermuten und sehr nahe liegend, wenn man die Vorkommnisse der letzten Monate um die
M1-AF Mehrzweckfahrzeuge betrachtet. Der Staat versucht seit Anfang des Jahres mit allen Mitteln zu verhindern, dass wir
Geländewagenbesitzer die legalen Möglichkeiten, der existierenden Gesetzte für uns in Anspruch zu nehmen.
Das wirklich erschreckende an der ganzen Geschichte aber ist, dass es für den "gemeinen Bundesbürger" anscheinend
zum Alltag gehört, alles - aber wirklich auch alles - was ihm seitens der Politik aufgebürdet wird, stillschweigend
in seiner Konsequenz hinzunehmen.
Und genau diese Mentalität ist es, über die sich dann die Betroffenen selbst beschweren. Dabei liegt es doch an jedem selbst,
etwas zu verändern - zumindest es aber zu versuchen. Wie faul und träge sind wir in diesem Land eigentlich geworden, dass wir
nicht mehr in der Lage sind, unsere eigenen Interessen zu vertreten oder gar durchzusetzen?
Die Gründung von PRO ALLRAD soll dahingehend
ein Anfang sein, dass wir, die "Fraktion der Geländewagen" anfangen, so etwas wie ein "Gemeinschaftsgefühl" zu
entwickeln und unsere Interessen gemeinsam vertreten.
Es geht uns keineswegs darum, dass "normale Vereinsleben" eines Geländewagenvereins zu führen, denn das können die
renommierten Vereine mit Sicherheit besser.
Vielmehr wird sich PRO ALLRAD um die
grundsätzliche Interessen kümmern - aktuell die Organisation der rechtlichen Vertretung und die damit verbundene
Durchführung der Musterklagen i. S. Gewichtsbesteuerung sowie TÜV und DEKRA.
Dass ein "Schulterschluss" gerade in solch wirklich relevanten Themen nicht nur zweckmäßig, sondern durchaus notwendig
ist, zeigen 4 WHEEL FUN und OFFROAD, die gemeinsam mit uns das Thema "Gewichtsbesteuerung" in
den nächsten Monaten angehen werden.
Letztendlich aber hängt die erfolgreiche Realisierung unseres "Projekts" PRO ALLRAD von jedem einzelnen ab.
Es muss jeder selbst entscheiden, ob er wie üblich erst einmal abwartet, was denn so passiert in unserem
Land oder ob er unsere Idee einer gemeinsamen Interessenvertretung annimmt und diese über die Mitgliedschaft
im Verein unterstützt.
In diesem Sinn einen freundlichen Gruß
aus dem aufsässigen Westen
Stefan Specht
Vorsitzender
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Das Team von PRO ALLRAD Deutschland e. v:
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